Unentschlossenheit

Bei der Überfahrt über den See mit dem Kanu ist mir immer noch nicht klar, wo mein Questplatz ist. Meine Questfrage lautet: Was will ich vom Leben?
Ich ärgere mich, dass ich so oft unentschlossen bin. Das Kind in mir hat keine Lust. Schließlich richte ich den Platz doch ein. Komme immer wieder in Entscheidungsstress, habe Angst etwas falsch zu machen.
Ich schaue mir einen Ameisenhaufen an. Jeder hat seine Aufgabe. Was habe ich mit ihnen gemeinsam?

Gefühle

Ich gehe raus mit der Frage: Wie komme ich an meine Gefühle? Mir gefällt das durchgehende Singen beim Wegfahren, ein Lied dass immer leiser wird.
Ich betrete den Ritualkreis und singe und rassle. Es ist schwierig darin ein Feuer zu machen. Das Papier glüht weg. Das ganze Klopapier glüht auch weg. Ich verbrenne mein Kopftuch und bekomme mit dem letzten Glühen mein Feuer an. Geiles Gefühl.
Im Kreis passiert nichts. Ich habe alle Klamotten an und friere trotzdem. Scheißgefühl.

Angst

Ich gehe raus mit der Frage „Was würde mich vervollkommnen?“ Ich sehe im Treibholz viele tote Tiere, Skelettköpfe, Raben. Die Antwort kommt in Schritten: Ich brauche mich selbst um mich zu vervollkommnen. Ich bin schon vollkommen, ich bin nur blockiert. Wenn ich keine Angst habe bin ich selbst. Dann bin ich ruhig. Wenn ich nicht sage was ich denke, weil ich Angst habe, bin ich nicht ich.
Ich sehe etwas Gelbes im Wasser und hole es mit einer langen Stange raus. Es ist Holz. Das Holz will ich verbrennen um meine Angst zu verlieren. Es brennt aber nicht . Das ist schlecht denke ich. Ich habe Angst. Ich ritze das Holz an und mache immer weiter. Irgendwann brennt es.

Grasbüschel und Erde vor blauem Himmel